Rechtsanwalt für Feuerwehrvereine
Vereinsrecht und Verbandsrecht Feuerwehr für Feuerwehrvereine & Feuerwehrfördervereine
Ich berate bundesweit Feuerwehrvereine und Fördervereine im Vereinsrecht und Verbandsrecht. Sprechen Sie mich bei Beratungsbedarf gerne an.
Bild: Fortbildungsveranstaltung für Feuerwehrvereine und Feuerwehr-Fördervereine beim Kreisfeuerwehrverband Dahme-Spreewald e.V. in Luckau 2025
Gründung, Satzung, Satzungsänderung und Vereinsorganisation
Ich unterstütze Sie insbesondere bei:
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- Geschäftsordnungen, Beitragsordnungen usw.
- Vorstand, Vertretung und Haftung
- Vereinsregister, Eintragung, Vorstandwechsel (Registerrecht)
- und vielem mehr
Freiwillige Feuerwehr in Deutschland
Eine Freiwillige Feuerwehr ist eine öffentliche Feuerwehr, die sich hauptsächlich aus ehrenamtlichen Mitgliedern, mitunter auch einigen hauptamtlichen Kräften (z. B. für den Rettungsdienst oder in Werkstätten) zusammensetzt. Im Gegensatz dazu bestehen in seltenen Fällen einerseits Pflichtfeuerwehren, bei welchen Bewohner der jeweiligen Gemeinde zum Dienst verpflichtet werden, und andererseits Berufsfeuerwehren (BF) aus rein hauptamtlichen Einsatzkräften. Entgegen der weitverbreiteten Meinung, in den meisten Städten Deutschlands gebe es eine Berufsfeuerwehr, wird der abwehrende Brandschutz und die allgemeine Hilfe in Deutschland hauptsächlich durch ehrenamtliche Kräfte sichergestellt. Bei einer Gesamtzahl von 2054 Städten in Deutschland existieren lediglich in rund 100 dieser Städte Berufsfeuerwehren. In allen diesen Städten gibt es zur Verstärkung der Berufsfeuerwehr auch Freiwillige Feuerwehren.
Die Organisation, den abwehrenden Brandschutz und die allgemeine Hilfe größtenteils mit Freiwilligen Feuerwehren abzudecken, hat sich vor allem in Österreich, Deutschland, Polen, Slowenien, Tschechien, in der Schweiz und in den Niederlanden durchgesetzt, während in den meisten anderen europäischen Ländern andere Organisationsformen vorherrschen. Geschichtlich bedingt bestehen auch im Gegensatz zum übrigen Italien in Südtirol, Trentino und dem Aostatal fast nur Freiwillige Feuerwehren. In manchen Ländern gibt es jedoch Bestrebungen, ein freiwilliges System zu etablieren. Ein Beispiel hierfür ist die ESEPA in Griechenland.
Geschichte
Versuche, eine Freiwillige Feuerwehr dauerhaft zu unterhalten, gab es bereits in Barmen im Jahr 1745 und in Dortmund „freiwillige Rettungsgesellschaft Dortmund“ im Jahr 1802.
Eine der ältesten dauerhaft bestehenden Freiwilligen Feuerwehren auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland ist die Freiwillige Feuerwehr der Kreisstadt Saarlouis im heutigen Saarland. Sie wurde 1811 von der damaligen französischen Regierung gegründet. Zu dieser Zeit gehörte die Stadt Saarlouis zu Frankreich. Am 16. September 1811, kurz nach einem im Nachbardorf Fraulautern ausgebrochenen großen Brand, wurde auf Beschluss des Magistrats der Stadt Saarlouis die bestehende Feuerlöscher-Kompanie unter Genehmigung des Präfekten von Metz Vincent-Marie Viénot de Vaublanc durch den Oberbürgermeister Renauld neu organisiert. Diese Neubildung geschah zu einer Zeit, als Napoleon ein Dekret für die Pariser Feuerwehr erlassen hatte, dessen Kerngedanken Freiwilligkeit der Rekrutierung der Mannschaft, militärisch straffe Organisation und unbezahlter Dienst, also Ehrenamtlichkeit, waren. Obwohl dieses Dekret ausdrücklich nur für Paris galt, die Brandschutzproblematik aber überall die gleiche war, erließen in der Folge auch die Präfekturen in Frankreich für ihre Verantwortungsbereiche vergleichbare Dekrete (z. B. der Präfekt Vaublanc für die Stadt Metz 1812). Nachdem am 1. Dezember 1815 die Preußen in Saarlouis eingezogen waren (Ergebnis aus dem Wiener Kongress), wurde die Feuerwehr preußisch bzw. deutsch.
Die Saug- und Druckspritze der Freiwilligen Feuerwehr Kronach von 1882 (nachgestelltes Bild von 2003, Quelle: Wikipedia)
Am 17. Juli 1841 erfolgte mit der Aufstellung des Freiwilligen Feuerlösch- und Rettungskorps erstmals die Gründung einer deutschen Freiwilligen Feuerwehr nach heutigem Verständnis im sächsischen Meißen. An diesem Tag konnte die Verpflichtung der 136 Mitglieder des Feuerlösch- und Rettungskorps auf dem Rathaus zu Meißen stattfinden. Sie war uniformiert und übte nach militärischen Grundsätzen. Der österreichische Schriftsteller Hans Gustl Kernmayr behauptete in seinem Buch Der goldene Helm: Werden, Wachsen und Wirken der Feuerwehren aus dem Jahr 1956, dass die von Christian Hengst fünf Jahre später im Jahr 1846 gegründete Pomier-Gruppe in Durlach landesweit die erste Freiwillige Feuerwehr wäre.
Nachdem sich im Jahr 1846 in Durlach und in Leipzig deutsche Freiwillige Feuerwehren gegründet hatten, entstanden im Jahr 1847 Freiwillige Feuerwehren in Baden-Baden, Heidelberg, Heilbronn, Karlsruhe und Ulm. Andere Gründungen folgten, sodass im Jahr 1851 in Deutschland 29 Freiwillige Feuerwehren bestanden. Meist sind sie aus politisch revolutionär eingestellten Turnvereinen hervorgegangen (siehe Badische Revolution). Die Freiwilligen Feuerwehren verwendeten damals neuartige und leistungsfähigere Spritzen, die vom Heidelberger Ingenieur Carl Metz gefertigt wurden. Da diese Spritzen noch muskelbetrieben waren, war ihre Bedienung anstrengend und erforderte besondere Fitness.
Zu den ersten Einsätzen wurde die Heidelberger Freiwillige Feuerwehr gar nicht gerufen. Sie beeindruckte den Stadtrat aber dadurch, dass sie sehr schnell und erfolgreich mit bisher in der Brandbekämpfung nicht gekannter Organisation und Logistik arbeitete. Die Idee setzte sich schnell durch, und schon wenige Jahre später gab es in der Region zahlreiche weitere ähnliche Organisationen.
Der Begriff Feuerwehr wurde im Jahr 1847 das erste Mal in einer Karlsruher Zeitung verwendet. Christian Hengst hatte am 27. Juli 1846 in Durlach eines der ersten freiwilligen Pompiers-Corps gegründet und setzte bei einem Großbrand des Großherzoglichen Hoftheaters in Karlsruhe die Stadtspritze Nr. 2 von Metz ein. Dies brachte die neuen Methoden der Brandbekämpfung tagelang in die überregionale Presse.
(Quelle: Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Freiwillige_Feuerwehr#)
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Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Ostseebad Ahrenshoop im Landkreis Vorpommern-Rügen in Mecklenburg-Vorpommern (Foto: Oliver Vogelmann-Kopf)


